Abnehmen mit Magenballon
Eine Gewichtsreduktion stellt im Falle eines Übergewichts nicht nur eine gesundheitlich sinnvolle Maßnahme dar, sondern verhilft dem Individuum auch zu einem attraktiveren Erscheinungsbild. Oftmals bestehen im Falle des Übergewichts allerdings einschneidende Fehler die Lebensweise und Lebensgewohnheiten betreffend, welche schnell und effektiv nicht in andere Bahnen gelenkt werden können. Ein operabler Eingriff, welcher dem Betroffenen ein leichteres Abnehmen ermöglichen soll, ist das Einsetzen eines Magenballons.
Prinzipiell handelt es sich hierbei um die Einführung eines Ballons in den Magen, welcher mit einer Kochsalzlösung gefüllt ist. Der erzielte Effekt ist natürlich die Verkleinerung des Gesamtvolumens des Magens. Aufgenommene Nahrung findet demnach nicht mehr soviel Platz vor und es wird schneller als zuvor ein Sättigungsgefühl erreicht. Der Langzeiteffekt ist auch leicht nachzuvollziehen. Durch eine dauerhaft reduzierte Nahrungsaufnahme kommt es zu einem Abfall der aufgenommen Energie als auch Fette. Damit der Körper weiter aktiv agieren kann, muss er nun auf bestehende Reserven zurückgreifen, was sich im Laufe der Zeit als Reduktion des Gewichts spürbar äußert. Eben hier liegt allerdings auch ein Konfliktfeld vor. Der alleinige Einsatz eines Magenballons führt kaum zu einer Gewichtsreduktion. Vielmehr muss die betroffene Person nebenbei noch aktiv werden und im Idealfall täglich adäquate Trainingsreize setzen, das heißt ein mäßiges Grundlagenausdauertraining betreiben. Auch ist ein Magenballon keine dauerhafte Lösung, weshalb während der Zeit des Tragens eine Umstellung der Lebensgewohnheiten zu erfolgen hat. Darüber hinaus wird dieser in der Regel nur bei Personen mit einem signifikant hohen Body Mass Index eingesetzt.
Der operative Einsatz eines Magenballons beinhaltet natürlich auch Risiken, welche insgesamt aber überschaubar sind. Die wohl größte Gefahr impliziert der Einsatz, also die Operation, selbst. Bei diesem kann es zu einer Schädigung oder Einrissen der Magenwand und des umliegenden Gewebes kommen, welche bei unsachgemäßer Reaktion der behandelnden Ärzte lebensgefährlich werden kann. Solange sich der Patient renommierten Ärzten anvertraut, ist diese Gefahr allerdings zu vernachlässigen. Ein Platzen des Ballons im Magen, wie ihn viele Patienten fürchten, ist verdauungstechnisch mit Sicherheit nicht angenehm, allerdings in keiner Weise eine Gefahr für die Gesundheit. Zuletzt ist noch ein Unwohlsein und eine oftmals auftretende temporäre Übelkeit zu nennen, welche Patienten während der Zeit des Tragens gelegentlich verspüren.
Insgesamt kann ein Magenballon ein durchaus sinnvolles Instrument der Gewichtsreduktion sein, auf welches allerdings erst in Extremfällen zurückgegriffen werden sollte. Dies liegt in dem leichten Gefahrenpotential und dem gelegentlichen Unwohlsein des Trägers begründet. Um jedoch wirklich langfristig abzunehmen, ist auf jeden Fall mehr als nur dieses Hilfsmittel, der Magenballon, vonnöten.