Haartransplantation
Von Gesundix.de | 16. März 2009 | Kategorie: Therapien & Behandlung |Besonders häufig tritt Haarausfall bei Männern mittleren Alters auf. Während früher kaum Möglichkeiten vorhanden waren, den Haarausfall irgendwie zu beheben, gibt es inzwischen einige Varianten, um die nicht mehr vorhandene Haarpracht wiederherzustellen. Die häufigste und auch relativ betrachtet sicherste Methode ist die Haartransplantation. Eine Haartransplantation setzt allerdings voraus, dass noch ein gesunder Haarkranz vorhanden ist, Personen mit einer Vollglatze müssen auf andere Methoden zurückgreifen.
Eine Haartransplantation wird nahezu immer unter Lokalnarkose durchgeführt. Vor dem eigentlichen Eingriff wird zunächst ein Spenderhaarstreifen entnommen, meistens aus dem Hinterkopfbereich. Aus diesem Streifen werden dann Mikro-Implantate geschaffen, die praktisch ausgestanzt werden. Mit winzig kleinen Nadeln werden immer wenige Haarwurzeln zusammen ausgeschnitten.
Danach werden diese in die Kopfhaut implantiert. Das Verfahren ist relativ aufwendig und ein gut ausgebildetes Team schafft ca. 300 dieser Mikroimplantate in einer Stunde. Nach dem Eingriff, der ambulant durchgeführt wird, legen die Ärzte nur einen leichten Druckverband auf den Behandlungsbereich.
Auch wenn die Haartransplantation allgemein relativ risikoarm ist, können doch Nebenwirkungen auftreten. Die häufigsten sind leichte Blutungen und Verletzungen von Nerven- und Blutgefäßen. In seltenen Fällen kann es zur einer allergischen Reaktion auf das Betäubungsmittel kommen, die sogar tödlich enden kann.
Eine Haartransplantation eignet sich übrigens nicht dazu, einen genetisch bedingten Haarausfall zu stoppen, sie bewirkt lediglich eine Umverteilung der noch vorhandenen Haare. Haartransplantationen sind keine günstige Angelegenheit, es fallen Kosten zwischen 4.000 und 10.000 Euro an, je nach Aufwand und Menge der transplantierten Haare.