Intraokulare Kontaktlinsen

Die moderne Medizin kann bei der Korrektur von Fehlsichtigkeiten und Krankheiten des menschlichen Auges erhebliche Fortschritte nachweisen. Bei der Verbesserung von allgemeinen Sehfehlern (Kurz-/Weitsichtigkeit) kommen heute neben Brillen oder Kontaktlinsen auch vermehrt Augenlaser oder zusätzliche operative Verfahren zur Anwendung.

Patienten mit sehr hoher Fehlsichtigkeit, für die aus medizinischen (zu dünne Hornhaut) oder anderen Gründen keine Laserbehandlung des Auges infrage kommt, können sich intraokulare Kontaktlinsen (ICL) implantieren lassen. Diese speziellen Kunstlinsen werden aus dem flexiblen, formbaren und gut verträglichen Material Collamer hergestellt. Sie werden permanent in das Auge eingefügt. Um danach eine volle Sehleistung zu erreichen, muss die eigene Linse des Patienten noch über eine volle Möglichkeit zur „Naheinstellung“ (Akkomodation) verfügen. Wurde bereits eine Alterssichtigkeit diagnostiziert, kann die Fehlsichtigkeit nur noch auf eine andere Art korrigiert werden.

Das Einsetzen der introkularen Kontaktlinsen erfolgt während einer ambulanten Operation. Das Auge wird am Rand der Hornhaut vorsichtig minimal geöffnet und die Kunstlinse zwischen Iris und Linse platziert. Die Hornhaut bleibt dabei vollkommen intakt. Der kleine Schnitt verheilt in der Regel schnell und unkompliziert. Während die natürliche Linse weiterhin die Naheinstellung vornimmt, korrigiert die ICL dauerhaft den Sehfehler. Die Kunstlinse ist für den Patienten nicht sicht- und spürbar. Sie kann jederzeit wieder entfernt werden.

Intraokulare Kontaktlinsen werden in Deutschland bereits seit 15 Jahren erfolgreich implantiert. Das Spektrum der Fehlsichtigkeit wird für diese operative Maßnahme mit -10 bis -20 dpt und +5 bis +8 dpt angegeben.

Die gesetzlichen Krankenkassen und auch viele private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für diesen Eingriff in der Regel nicht.

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Publiziert von Gesundix.de am 1. April 2009 in der Rubrik Therapien & Behandlung

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