Krampfadern an den Beinen

Erweiterte, geschlängelte Venen treten vor allem an den Beinen auf. Da die Venenklappen nicht mehr korrekt schließen und ihre Ventilfunktionen nur noch ungenügend erfüllen, versackt ein Teil des venösen, sauerstoffarmen Bluts in den Beinen. Infolge dieser Blutstauungen treten oft bald schon Venenentzündungen und Thrombosen (Blutgerinsel) auf.

Wenn sich ein Gerinsel von der Gefäßwand löst, gelangt es mit dem Blutstrom in den Körper und erzeugt die unter Umständen lebensgefährliche Embolie. Bei längerem Verlauf entwickelt sich infolge des chronischen Sauerstoffmangels der Gewebe ein juckendes Stauungseksem, aus dem später dann das hartnäckige Krampfadergeschwür (offenes Bein) hervorgeht.

Die Neigung zu Krampfadern ist meist eine angeborene Bindegewebeschwäche oder eine Minderwertigkeit der Venenklappen. Begünstigt werden sie durch Übergewicht, stehende Tätigkeiten, Schwangerschaft oder chronischer Stuhlverstopfung.

Zur Vorbeugung und Behandlung empfiehlt sich vor allem die häufige Hochlagerung der Beine und Beingymnastik, außerdem auch allgemein viel Bewegung und eine gesunde Ernährung. Das Bett sollte am Fußende dauernd durch das unterlegen von Bettklötzen (z.B. aus der Schreinerei) um etwa 30cm erhöht werden. Kalte Fußbäder, Wassertreten und Schenkelgüsse wirken wahre Wunder.

Bestehende Krampfadern sollten nur kurzfristig und nach Anweisung des Therapeuten durch Wickel oder Gummistrümpfe behandelt werden. Solche Hilfsmittel sind zwar bequem, aber sie nehmen dem Bindegewebe jede Arbeit ab und verschlimmern bei dauernder Anwendung somit die Krankheit. Fertigpräparate aus Ackerschachtelhalm, Rosskastanie, Beinwell und reiner Kieselsäure können erfolgreich eingesetzt werden. Auch hier ist, wie bei jeder Krankheit, eine fachmännische Behandlung angeraten.

Publiziert von Gesundix.de am 21. März 2009 in der Rubrik Krankheiten & Probleme