Pankreaskarzinom Behandlung
Ein Pankreaskarzinom ist eine bösartige Erkrankung des Gewebes der Bauchspeicheldrüse. Ca. 70% aller Tumore sitzen im Kopf, 20% im Mittelteil und 10% im Schwanz der Bauchspeicheldrüse.
Das Pankreaskarzinom bleibt lange Zeit symptomlos und wird daher meist recht spät entdeckt. Erst in späteren Stadien treten Schmerzen im Oberbauch oder Durchfall auf und die Erkrankten verlieren an Gewicht. Unter Umständen kann auch Diabetes mellitus auftreten. Die erste Option bei der Behandlung des Pankreaskarzinoms ist die so gennante Whipple-Operation. Hier werden der Pankreaskopf, Teile des Dünndarms, Magenteile, die Gallenblase und angrenzendes Gewebe chirurgisch entfernt. Sitzt der Tumor im Pankreasschwanz, wird dieser zusammen mit der Milz entfernt. In einigen Fällen muss auch die komplette Bauchspeicheldrüse entfernt werden. Ist das Pankreaskarzinom schon weit fortgeschritten, ist eine Operation häufig nicht mehr möglich.
Ein weiteres Mittel der Wahl bei der Behandlung des Pankreaskarzinoms ist die Chemotherapie. In den meisten Fällen kommt 5-Fluoruracil in Kombination mit weiteren Chemotherapiepräparaten zum Einsatz. Auch der Chemowirkstoff Gemcitabin wird zur Behandlung des Bauchspeicheldrüsentumors benutzt.
In Kombination mit der Chemotherapie wird der Pankreastumor meist zusätzlich bestrahlt. Dadurch soll der Tumor verkleinert werden.
Eine noch recht neue Behandlungsmethode, die ebenfalls mit der Chemotherapie kombiniert wird, ist die Behandlung mit dem Tyrosinkinasehemmer Erlotinib. Der Tyrosinkinasehemmer Erlotinib wird mittels Tabletten vom Körper aufgenommen und soll das Tumorwachstum hemmen. Ist der Tumor so weit fortgeschritten, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, werden die betroffenen Patienten palliativ begleitet. Die Aufgabe der Palliativtherapie ist es, tumorbedingte Schmerzen und Beschwerden zu lindern.