Vorhautverengung (Phimose)
Bei einer Vorhautverengung (Phimose) ist die Vorhautöffnung so klein, dass die Eichel nicht oder nur mit Schmerzen vom Patienten freigelegt werden kann. Bei Neugeborenen gibt es die physiologische Phimose, die sich allerdings in der Regel mit den Jahren von alleine löst. Die Vorhaut ist dabei mit der Eichel verklebt. Von einer primären Phimose wird dann gesprochen, wenn eine Vorhautverengung sich nicht auf natürlichem Wege erledigt. Dies löst hygienische Probleme aus, da die Eichel nicht richtig gesäubert werden kann. Des Weiteren können auch Schmerzen bei der Erektion auftreten und bei besonders stark ausgeprägter Phimose kann es auch Probleme bei der Harnentleerung geben.
Eine Vorhautverengung kann auch im Laufe des Lebens entstehen. In diesem Fall spricht man von einer sekundärer Phimose. Ursachen können z.B. Entzündungen oder Narben nach Verletzungen sein. Besonders gefährlich ist die Paraphimose. Wenn ein Mann mit Phimose seine Vorhaut mit Gewalt zurückzieht, kann die Verengung zu einer Störung des Blutflusses führen. Lässt sich die Vorhaut nicht wieder zurückführen, muss ein Arzt dies unter Betäubung machen.
Die Phimose kann entweder konservativ oder operativ behandelt werden. Nach neuesten Studien ist die konservative Behandlung in den meisten Fällen erfolgreich. Mithilfe von kortisonhaltigen Salben wird die Dehnbarkeit der Vorhaut erhöht. Die operative Methode muss keine Beschneidung sein. Die Vorhaut kann erhalten werden. Während die konservative Methode kaum Nebenwirkungen hat, gibt es bei einer OP ein Komplikationsrisiko, das angeblich zwischen 1,5 und 3 Prozent liegt.
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