Der Zwölffingerdarm und Probleme mit Magen und Verdauung

Der Zwölffingerdarm, lateinisch Duodenum, ist so lang wie 12 Finger, deswegen heißt er so. Manchmal können diese 30 cm Darm in C-Form, die gleich an den Magenausgang anschließen und den oberen Teil der Bauchspeicheldrüse umgeben, heftig schmerzen, wenn jemand ein Zwölffingerdarmgeschwür hat. In den Zwölffingerdarm mündet der Gallefluss und ein Ausgang der Bauchspeicheldrüse, sodass die Verdauungssekrete dorthin gelangen. Glaubte man früher, dass der Magen durch die Säureproduktion keinen Bakterien eine Chance gäbe, so wissen die Ärzte heute, dass Heliobakter pylori Bakterien die häufige Ursache für Geschwürbildung sind. Vor allem bei den Gärungsprozessen der Verdauung, die für den Abbau von Glukose aus Kohlehydraten und die Verdauung von Milchsäure notwendig sind, entstehen CO2 Gase, die Magen- und Darmbeschwerden mit Blähungen auslösen. Die Refluxkrankheit und Sodbrennen hängen auch damit zusammen.

Japanische Ärzte stellten durch Magen- und Darmspiegelung mit dem Endoskop fest, dass bei 15% der ca. 500 untersuchten Testpersonen eine bakterielle Gärung stattfand, die zu einem Übermass an Wasserstoff und Methan führte. Besonders bei Patienten mit Refluxösophagitis trat diese übermässige Gasbildung auf. Krampfartige, stechende Schmerzen gerade auf nüchternen Magen deuten auf ein Geschwür hin. Wird übermässige Säurebildung im Magen durch Gärungsprozesse begünstigt kann sich der Heliobacter verbreiten und eine Geschwürbildung auslösen. Dies ist bei 90 % der Patienten der Fall. Rückenschmerzen deuten auf den Sitz des Geschwürs an der Rückseite des Zwölffingerdarms hin, die mit dem Bauchfell verwachsen ist. Bei Magen- und Darmempfindlichkeit sollte auf Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure und Glukokortikoide in Rheumamitteln, NSAR, ASS, Bisphosphonate, Steroide, Rauchen und Alkohol sowie Antibiotika, soweit möglich, streng verzichtet werden, denn diese begünstigen die Geschwürbildung. Sobald Fieber, Appetitlosigkeit und Blut im Stuhl auftreten, ist dringend der Facharzt zu konsultieren. Es ist ebenfalls bekannt, dass Stress in Beruf und Familie zu einer Übersäuerung des Magens mit Geschwürbildung führen kann. Darüberhinaus gibt es Herpes Viren, die ebenfalls Geschwüre verursachen können.

Für den Heilungsprozess kann der Patient selbst sehr viel tun, indem er zunächst die Ernährung auf eine überwiegend basische Kost umstellt: gekochtes Gemüse, wenig Fleisch, Kartoffelprodukte, Reis anstatt gärungsfördernder Backwaren wie Brot und Kuchen sind wichtig. Rohkost sollte mild sein wie Karotten und allenfalls Tomaten. Zitrusfrüchte sind trotz Vitamingehalt zu vermeiden. Vom Arzt werden Medikamente verordnet die die Säurebildung vor allem über Nacht unterbinden, da der Magen oft nachts intensiv weiter arbeitet. Dieser Vorgang kann mit Heilerde und Siliceagel bzw. Kristallpulver unterstützt werden. Besonders gute Erfahrungen haben Patienten auch mit der Anwendung von Salbei gemacht: getrocknete Salbeiblätter werden einige Minuten in Wasser gekocht, damit die Öle austreten. Die stark bittere und ölhaltige Heilpflanze wirkt desinfizierend, antibakteriell und fördert die Wundheilung. Ein Grund zur Verzweiflung ist ein Geschwür nicht, auch wenn der Patient für die Heilung viel Geduld aufbringen muss ().

Publiziert von Gesundix.de am 27. Mai 2009 in der Rubrik Krankheiten & Probleme

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